Die Rosstrappe

Ein gigantischer Hufabdruck im harten Granitfels. 250 Meter darunter die rauschende Bode. So präsentiert sich dem Besucher die sagenumwobene Rosstrappe hoch über dem Ausgang des Bodetals. Von hier haben Sie nicht nur eine fantastische Sicht in das Felsental, sondern auch zum Hexentanzplatz und bei schönem Wetter sogar bis zum Brocken.

Die Rosstrappe ist ein 403 Meter hoher Granitfels oberhalb des linken Bodeufers, der als eine der großartigsten Felspartien nördlich der Alpen gilt. Auf dem Felsen befindet sich eine Vertiefung, die einem riesigen Hufabdruck ähnelt. Wohl auch deshalb ranken sich seit Jahrhunderten zahlreiche Sagen und Mythen um das Granitmassiv. Die bekannteste Sage erzählt von der Entstehung des legendären Hufabdrucks, die dem Felsen seinen Namen gab (siehe unten).

Rosstrappe

Unweit des Trappefelsen finden sich die Überreste der Winzenburg, einer seit der Jungsteinzeit genutzten, 25 Hektar großen Fliehburg mit etwa 500 m langer Wallanlage aus Felsblöcken und Erdaufschüttung. Der Wall bot in Notzeiten Schutz für Mensch und Tier, gleichzeitig bildete er wahrscheinlich einen abgegrenzten Bereich heidnischer Götterverehrung. 1860 wurde dort der Winzenburgturm als Aussichtsturm errichtet, der jedoch heute nicht mehr zugänglich ist.

Mit dem berühmten Hufabdruck und dem Sagenpavillon, in dem die Geschichte von der Entstehung der markanten Felsvertiefung anschaulich erzählt wird, ist die Rosstrappe ein weiterer beliebter Ausflugsort, den Sie wie folgt erreichen können:

• zu Fuß über den Präsidentenweg
• mit dem Sessellift
• mit dem Auto (gebührenfreier Parkplatz)
• per Linienbus (Hinweis: Übernachtungsgäste der Bodetalorte Allrode, Altenbrak, Friedrichsbrunn, Stecklenberg, Thale, Treseburg und Wendefurth fahren mit dem Harzer Urlaubs-Ticket kostenlos)

Die Sage von der Rosstrappe

Die Königstochter Brunhilde wurde vom wilden Böhmenkönig Bodo verfolgt, der sie gegen ihren Willen heiraten wollte. In ihrer Todesangst wagte die Prinzessin den tollkühnen Sprung vom Hexentanzplatz über die tiefe Felsenschlucht des Bodetals.

Dabei prägte sich der Huf ihres Rosses auf dem gegenüberliegenden Felsplateau tief in den Stein. Bodos Pferd hingegen versagte und stürzte mit samt Reiter in den Fluss. Dort bewacht er, in einen schwarzen Hund verwandelt, noch heute die Krone der Königstochter, die diese bei dem Sprung verlor.