Weddersleben

Der Teufel. Eine Bäuerin auf dem Weg zum Markt. Und ein Hahn. Das sind die Protagonisten der Sage von der Teufelsmauer. Die markante Sandsteinformation ist das Wahrzeichen des Vorzeigedorfes Weddersleben und eines der ältesten Naturschutzgebiete Deutschlands.

Papiermühle Weddersleben (Foto: Michael Hesse)

Weddersleben ist ein vollständig saniertes Dorf, das im Schatten der sagenumwobenen Teufelsmauer reizvoll mit der Landschaft verschmilzt. Die rund 1.000 Einwohner zählende Gemeinde hat bereits seit vielen Jahrhunderten die Teufelsmauer, einen Schwan und eine Ähre im Wappen. Der Schwan symbolisiert die lange Tradition der Papierherstellung und die Kornähre schließlich steht als Symbol für die Landwirtschaft.

Die manuelle Herstellung von Papier können Besucher heute noch im Papiermuseum erleben. Geschichtsträchtig ist auch die Dorfkirche, deren Glocke aufgrund ihrer Form, Herstellungsart und der angebrachten Ritzzeichen auf über 1.000 Jahre geschätzt wird. Diese und andere Qualitäten haben der Gemeinde bereits mehrere Auszeichnungen und Preise bei diversen Wettbewerben eingebracht. So gewann Weddersleben beispielsweise 2010 den Landeswettbewerb »Unser Dorf hat Zukunft«.

Bereits am 1. Januar 2009 wurde Weddersleben in die Stadt Thale eingemeindet. Gemeinsam mit den Ortsteilen Allrode, Almsfeld, Altenbrak, Friedrichsbrunn, Neinstedt, Stecklenberg, Treseburg, Warnstedt, Wendefurth und Westerhausen bildet die Ortschaft jetzt die Urlaubsregion Bodetal, die aufgrund der Vielzahl an Sagen und Mythen auch als Sagenharz bezeichnet wird.

Teufelsmauer mit Holztreppe (Foto: Michael Hesse)

Die Teufelsmauer

Mystisch und sagenhaft präsentiert sich die Teufelsmauer am südlichen Rand von Weddersleben. Die bizarren Felsformationen aus Sandstein haben bereits vor vielen Jahrhunderten die Fantasie der Menschen angeregt, und so gibt es verschiedene Geschichten zur Entstehung des Gebildes. Eine Kurzform der wohl bekanntesten Sage finden Sie hier.