Geologie des Bodetals

Links Steine, rechts Steine, und dazwischen auch mal keine. Bereits Goethe war begeistert vom gewaltigsten Felsental nördlich der Alpen, das mit seinen unzähligen Sedimentgesteinen ist ein »anschauliches Klassenzimmer« für alle Geologieinteressierten ist.

Geologie im Bodetal (Foto: Mario Fischer)

Die Entstehung des Bodetals, einhergehend mit der Gebirgsbildung des Harzes, begann im Erdaltertum durch Ablagerungen mineralhaltiger verwitterter Gesteine (Sedimentgesteine) auf dem Meeresboden. Vor 300 bis 285 Millionen Jahren, unter lebhaftem Vulkanismus, entstand dann mit Eindringen von Magma in feste Gesteine der Erdkruste und mehrfacher Gebirgsfaltungsprozesse, die Urform unseres Höhenzuges, das typische Granit- und kontaktmethamorphe Hornfelsmassiv »Rambergplateau«.

Eine letzte Gebirgsveränderung vor 70 Mill. Jahren, in dessen Folge die überschobenen Sedimente bis zur teilweise Freilegung der Erstarrungsgesteine abgetragen wurde, bahnte auch den Weg der Bode. Allein die Wasserkraft bestimmte von nun an die bizarre und schroffe Entwicklung des Bode-Kerbtales.

Die Teufelsmauer

Sonnenaufgang an der Teufelsmauer (Foto: Matthias Haltenhof)

Nur wenige Kilometer vom Bodetal entfernt befindet sich mit der Teufelsmauer ein weiteres geologisch wertvolles Ausflugsziel.
Die aus harten Sandsteinen der oberen Kreide bestehende Felsformation tritt zwischen Ballenstedt und Blankenburg auf einer Länge von 20 Kilometern an drei Stellen zu Tage. Der markanteste Teil der sagenumwobenen Mauer befindet sich südlich von Weddersleben und zieht sich bis an den Rand von Warnstedt.