Spuk auf dem Hexentanzplatz: Kreischende Hexen. Teufel mit leuchtenden Augen. Lichter, die den Berg hinaufkamen. Genug für die königlichen Wachen Karl des Großen, um die Flucht zu ergreifen. Dies war der sagenhafte Anfang der altsächsischen Kultstätte, die heute Hexentanzplatz heißt.  Besucher der Walpurgisnacht können sich heute noch leicht vorstellen, wie es damals gewesen sein könnte, als es im Bodetaler Sagenharz gespukt hat.

Der Hexentanzplatz war vermutlich ein altsächsischer germanischer Kultort, an dem unter anderem in der Nacht zum 1. Mai, der heutigen Walpurgisnacht, zur Verehrung der sogenannten Hagedisen (Wald- und Berggöttinnen) Feste abgehalten wurden. Nach der These von J. P. Chr. Decker wurde der Ort erst nach dem Verbot des Kultes durch die zugewanderten christlichen Franken zum Hexentanzplatz. Dem Verbot trotzend zogen die Sachsen nachts zu ihrer alten Kultstätte, um dort weiterhin ihre heidnischen Bräuche zu pflegen. Die Sachsen überlisteten die von Karl dem Großen aufgestellten Wachen, indem sie sich verkleideten, ihre Gesichter schwärzten und mit Besen, Heugabeln und Fackeln bewaffnetet auf den Berg zogen. Zu Tode erschreckt, flohen die christlichen Wächter und erzählten fortan vom schaurigen Treiben der Hexen und Teufel.

Sachlich betrachtet ist der Hexentanzplatz ein 454 Meter über dem Meeresspiegel liegendes Felsplateau, das sich hoch über dem Bodetal gegenüber der Rosstrappe auf einer Fläche von rund 60 Hektar erstreckt. Mit zahlreichen Attraktionen wie dem Harzer Bergtheater, dem Harzbob oder dem Tierpark Thale ist er ein beliebter Ausflugsort, den Sie wie folgt erreichen können:

  • zu Fuß über einen der vielen Wanderwege
  • mit der Kabinenbahn
  • mit dem Auto (gebührenpflichtiger Parkplatz )
  • per Linienbus (Hinweis: Übernachtungsgäste der Bodetalorte Altenbrak, Friedrichsbrunn, Thale und Treseburg fahren mit dem Harzer Urlaubs-Ticket kostenlos)

Auf dem Hexentanzplatz gibt es jedoch noch sehr viel mehr zu entdecken – von Überresten einer ehemaligen Burganlage über Kunst zum Anfassen bis hin zu einer gemütlichen Einkehr- und Übernachtungsmöglichkeit.